Aufmarschieren

 

Planetenparty Prinzip

Gastspiel

 

Datum:

25. & 26. Oktober, 20:00 Uhr, OPEN.BOX

 

Karten:

Kartenreservierung: tickets@planetenparty.at, http://planetenparty.at

Online: Ticketteer

Tel: 069911208588

Kartenpreise: Vollpreis: € 16,- / ermäßigt 1: € 14,- (Ö1-Club Mitglieder) /

ermäßigt 2: € 10,- (Schüler:innen, Student:innen, Lehrlinge, Zivildiener, Präsenzdiener, Arbeitslose, Kinder bis 12 Jahre, Ö1 intro) / ermäßigt 3: € 8,- (LAUT! Mitglieder, Kolleg:innen)

 

Inhalt/Programm:

Ein Quadrat, das hat Form. Ein Quadrat, das macht Sinn. Vier Seiten – alle gleich! Vier Winkel – alle recht! Ein weißes Quadrat auf schwarzem Grund und darauf marschieren, marschieren, marschieren! Denn Marschieren, das hat Zweck. Denn Marschieren, das macht Sinn.Wer marschiert, ist nicht allein. Wer marschiert, geht ein und auf, in etwas Größeres, in etwas Stärkeres, in die Masse, in den Marsch – in Flügelhorn und Paukenschlag. Und wir klatschen alle mit. Eins, zwei, eins, zwei, eins, zwei, eins, zwei. Ein Rhythmus, eine Bewegung, ein Körper, ein Weg - wir gehen gemeinsam, egal wie weit, egal wohin. Es komme, was wolle, wir kennen den Takt und setzen den Schritt, weil wir wissen, dass der Befehl uns Erlösung gibt.

 

Aufmarschieren setzt den Schlusspunkt einer langen Recherchephase zum Thema Neofaschismus, modernem Rechtsextremismus, Opportunismus und Mitläufertum. Nach Preppertum (Aufrüsten) und Pop-Faschismus (Aufwachen) widmet sich die neueste Performance des Planetenparty Prinzips der Anziehung des Gleichschritts, der Dichotomie von Masse und Individuum und der Angst vor Isolation. Die Performance ergründet das Echo der Masse im Schritt des Einzelnen, fragt nach den Implikationen moderner Massenbewegungen und analysiert die Psychologie des Marsches. Durch die formale Reduktion auf die prägnante Form des Gleichschritts, ausgeführt von den vier Protagonistinnen, sucht die Stückentwicklung die Faszination des Marsches, von nordkoreanischen Militärparaden über US-amerikanische Marchingbands bis hin zum Neujahrskonzert, zu ergründen und wirft einen Blick auf den Glauben der „kleinen Frau“, die als einzelnes Rädchen im System nach ihrem eigenen bisschen Wahrheit sucht. In diesem Sinn werden der Marsch und das Marschieren zum Sinnbild für den Wunsch nach Masse, für die Angst vor der Vereinzelung und für den Ruf des Kollektivismus, der heute in all seiner Ambivalenz wieder lauter erklingt.

 

Besetzung:

Regie:    Simon Windisch

Dramaturgie:   David Wimmer

Produktionsleitung:  David Valentek

Es spielen:   Victoria Fux, Nora Köhler, Miriam Schmid und Nora Winkler

Musik:    Philipp Streicher und Thomas Gsöl

Bühnenbild:   Katharina Wraubek

 

Info:

http://planetenparty.at