LA VOIX HUMAINE

EINE OPER AUF FRANZÖSISCH VON FRANCOIS POULENC

+OPERA OTTOEDELMANNSOCIETY

Gastspiel

 

Datum:

29. November, 19:00 Uhr, OPEN.BOX

 

Karten:

Kartenreservierungen: ottoedelmannsociety.hotmail oder +43650552485  Kartenpreise: Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

 

Inhalt:

Eine Frau ist von ihrem Partner verlassen worden. Aus den Gesprächsfetzen der immer wieder unterbrochenen Telefonate mit ihm entsteht das Bild einer zerrütteten Beziehung, ihrer Strukturen und Empfindlichkeiten. Wir erleben den verzweifelten Versuch der Frau, das Geschehene am Telefon rückgängig zu machen. Die Besonderheiten des Mediums Telefon nutzend, versucht sie zunächst ihrem Gegenüber etwas vorzumachen. Ihre gespielte Stärke und Geschäftigkeit sind genauso Versuche, ihn zurückzugewinnen, wie die nach und nach sichtbare Angst, ihre Verzweiflung oder die beschwörenden Erinnerungen an die angeblich glückliche gemeinsame Vergangenheit. Doch weder ihre Versuche, sich verständnisvoll zu zeigen, noch die Schilderung ihres Selbstmordversuchs fruchten. So erfährt sie die Grenzen der eingeschränkten Kommunikation per Draht.

Sie beginnt das Telefon, das sie gleichzeitig anfleht, als „schreckliche Waffe“ zu sehen und gibt dem Objekt die Schuld für die Vergeblichkeit ihrer Bemühungen („…als wir uns sahen, konnte man den Kopf verlieren, Versprechungen vergessen, das Unmögliche wagen und den gewinnen, den man liebt […]. Nur ein Blick konnte alles verändern. Doch durch diesen Apparat ist nun alles aus.“).

Sie muss erkennen, dass auch er das Telefon für seine Zwecke benutzt. Denn immer wieder unterbricht er ihre wechselnden Stimmungen und emotionalen Ausbrüche durch banale Zwischenfragen. Auch belügt er sie, als er ihr erklärt, er riefe von zu Hause aus bei ihr an. Bei allem echten Schmerz manipuliert sie genau wie er die andere Seite. Er will am nächsten Tag reinen Gewissens mit seiner neuen Geliebten nach Marseille aufbrechen, sie kann und will die Trennung noch nicht akzeptieren („Weil die Dinge, die ich mir nicht vorstelle, nicht existieren“). Am Ende lässt die Frau den Telefonhörer fallen. Es bleibt offen, ob sie sich mit der Telefonschnur erdrosselt.

 

Besetzung:

Musikalische Leitung und Klavier: ANNA SUSHON

Regie: LEONARD PRINSLOO

Eine Frau: DARIA KLIMENKOVA

Produktion: SYLVIA SAAVEDRA-EDELMANN

 

Info:

www.plusopera.com